
Die Burg in Nürnberg
Kaiserresidenz, Wehrbau und hohenzollerischer Burggrafensitz – die Burg in Nürnberg ist von großer historischer Bedeutung. Im Mittelalter gehörte sie sogar zu den bedeutendsten Kaiserpfalzen des Römischen Reiches. Aber auch baulich hat sie sehr viel zu bieten, sie gehört wohl zu den schönsten Wehranlagen Deutschlands.
Die Geschichte der Burg:
Die ältesten Bauten der Nürnberger Burg stammen aus den Zeiten der Salier, also aus dem 10. – 12. Jahrhundert. Darüber errichteten die Staufer und ihre Nachkommen neue Burggebäude. Zu den ältesten erhaltenen Gebäuden gehört die kaiserliche Doppelkapelle, die um 1200 gebaut wurde. Sie besteht aus zwei Kapellen – einer Oberkapelle für den Hofstaat und eine Unterkapelle für den niederen Adel.
Vom 11. bis zum 16. Jahrhundert wurden in Nürnberg unzählige Reichs- und Gerichtstage abgehalten, alle deutschen Kaiser und Könige des Heiligen Römischen Reiches waren hier zu Gast.
Im 13. Jahrhundert entstand als Bergfried der runde Sinnwellturm, der noch heute gut erhalten ist. In 385 Meter Höhe gibt es eine Aussichtsplattform, auf der die Besucher einen fantastischen Blick über Nürnberg genießen können.
Seit dem 14. Jahrhundert urkundlich erwähnt ist der Tiefe Brunnen. Durch seinen 47 Meter tiefen Schacht versorgten sich die Burgbewohner im Fall einer Belagerung mit Wasser.
Im Inneren Burghof befindet sich die “Kunigundenlinde”, die ursprünglich im 10. oder 11. Jahrhundert von Kaiserin Kunigunde gepflanzt worden sein soll. Allerdings musste die Linde schon mehrmals durch jüngere Bäume ersetzt werden, zuletzt in den 1980er Jahren.
Ab dem 16. Jahrhundert verlor die Burg zunehmend an Bedeutung.
Im Zweiten Weltkrieg wurde sie stark zerstört. Beim Wiederaufbau wurde stark auf historische Richtigkeit geachtet. Aktuell untersteht die Burg Nürnberg der Bayerischen Schlösserverwaltung.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise:
Besichtigt werden können das Hauptgebäude mit den Kaiserzimmern, der Tiefe Brunnen, die Doppelkapelle und der Sinnwellturm. Außerdem beherbergt die Burg in der ehemaligen Kemenate eine große Sammlung an Waffen und anderen Exponaten.
Die Burg Nürnberg ist täglich geöffnet,:
April bis September von 9 bis 18 Uhr
Oktober bis März von 10 bis 16 Uhr.
Eine Gesamtkarte kostet sieben Euro pro Person (sechs Euro mit Ermäßigung). Es gibt allerdings auch Einzelkarten für Teilbereiche, die dann entsprechend billiger sind.
Der Rittersaal und der Innere Burghof können außerdem für Festlichkeiten gemietet werden.
Foto: © Anna Luise – Fotolia.com
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
VN:F [1.9.22_1171]
Die Nürnberger Altstadt gefällt mir sehr. Viele deutscha Altstädte haben ein tollen Charme
Hallo urlauber,
ja das stimmt, das hat uns auch zur Kultur – Serie animiert die wir innerhalb der Kategorie Bayern veröffentlichen:
http://hotel-nuernberg.info/bayern/